Es gibt Gerichte, die kann man nicht erzwingen – man muss ihnen Zeit schenken. Meine geschmorten Entenkeulen sind so ein Fall.
Festtags-Küche ohne Stress:
Warum du deine Ente schon gestern kochen solltest
Der Trick, sie erst einen Tag lang sanft im Ofen zu garen, sie über Nacht ruhen zu lassen und am nächsten Tag zu vollenden, macht den entscheidenden Unterschied. Das Fleisch fällt am Ende fast von allein vom Knochen, während die Haut unter dem Grill perfekt kross wird.
Die Soße ist hier der eigentliche Star: In meine Sauce wandert mehr als nur Wein und Brühe. Das Zusammenspiel aus Sternanis für eine subtile Tiefe, getrockneten Pilzen für den Umami-Kick und Backpflaumen für die fruchtige Süße macht diese Jus zu einem unvergesslichen Erlebnis. Durch das Mehlieren des Gemüses und das spätere Binden mit Stärkewasser bekommt die Sauce genau den Glanz, den man sich für ein Festessen wünscht. Ein Rezept für Momente, in denen die Küche zum Herz des Hauses wird.
Übrigens, nachdem das Gemüse vom Sud getrennt ist, schöpfst du mit einer Kelle ganz vorsichtig das auf der Soße schwimmende Fett ab. 70g waren das bei diesem Essen – das sind eine Menge Kalorien, die dann eingespart werden. Ach und wenn du dich fragst, was man mit dem Restgemüse machen soll – guck mal hier:
➡️ Geschmortes Gemüse mit Orangenreis
Die perfekten Begleiter:
Kartoffelklöße und Rotkraut
Was wäre eine Entenkeule ohne den passenden Begleiter? Für mich sind das Klöße einerseits, als auch Rotkraut andererseits. Die beiden gehören für mich zum Festessen einfach dazu. Aber statt zur Packung zu greifen, nehme ich mir die Zeit für echte Handarbeit. Die Rezepte dazu findest du hier:
➡️ Kartoffelklöße (wie vom Opa gemacht)
➡️ Apfel-Rotkraut (Rezept zum Einkochen)
Zu einem guten Festtagsmenü gehört aber auch ein Starter, der das Verdauungssystem in Schwing bringt, sowie für den Ausklang ein leichtes Dessert. Meine Empfehlung dazu habe ich dir hier aufgeschrieben:
➡️ Romanasalat mit Grapefruit und fruchtigem Dressing
➡️ Amaretto-Chia-Dessert im Stil eines Tiramisu






🔍 Der Ernährungs-Check:
- Proteinquelle: Entenfleisch liefert hochwertiges tierisches Eiweiß.
- Mineralstoffquelle: Eisen & Zink-Lieferant (primär durch die Ente), Kalium-Boost (durch das Wurzelgemüse).
- Besonderheit: Kalorienreduziert durch Fett-Abschöpfung
Warum 585kcal für meine Entenkeulen realistisch sind:
- Knochen-Falle: Viele Kalorienrechner ziehen das Knochengewicht nicht ab. Du isst aber keine 300g, sondern nur ca. 210g.
- Fett-Abschöpfung: Standardwerte gehen davon aus, dass das ausgetretene Fett in der Soße bleibt oder die Keule darin „badet“. Da ich 70g Fett entfernt habe, sinkt die Kalorienzahl massiv.
- Gemüse-Trennung: Ich haben das ausgekochte Gemüse nicht mit berechnet (wird separat weiterverarbeitet). Viele Rezepte pürieren das Gemüse in die Soße, was die Kalorien pro Teller wieder erhöhen würde.
Fazit: Durch überlegtes Vorgehen behält man den Geschmack und entschärft gleichzeitig die „Fettbombe“.
Zutaten
Zubereitung
Am Abend
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Das Gemüse putzen und in Würfel schneiden, den Porree in ca. 1,5cm lange Scheiben schneiden.
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Die Entenkeulen von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
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Den Bräter auf den Herd stellen und ohne zusätzliches Fett heiß werden lassen.
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Die Entenkeulen im Bräter zuerst auf der Hautseite gut anbraten, dann wenden und ebenfalls gut anbraten. Dann herausnehmen und beiseitestellen.
Falls der Bräter nicht groß genug ist, können die Keulen auch in 2 Durchgängen angebraten werden. -
Im ausgetretenen Fett nun das komplette Gemüse gut anschmoren. Nach 2-3 Minuten das Tomatenmark dazugeben, etwas Mehl darüber geben und beides kurz anrösten, dann mit Rotwein, Hühnerbrühe und Wasser ablöschen.
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Nun kommen die Pflaumen und die Gewürze dazu und dann läßt man alles einmal aufkochen.
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Jetzt gibt man die Entenkeulen mit der Hautseite nach unten zurück in den Bräter, schließt den Deckel und gart das Ganze bei 140°C Umluft im Backofen für 1,5-2 Stunden.
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Anschließend nimmt man den Bräter aus dem Ofen und läßt das Fleisch über Nacht im Sud ziehen.
Am nächsten Vormittag
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Nun kommt der Bräter erneut für 1,5-2 Stunden zurück in den vorgeheizten Ofen, bis das Fleisch zart und weich ist.
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Das ist der Zeitpunkt, die Kaulen aus dem Sud zu nehmen, mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech zu legen und im Ofen bei aktivierter Grillfunktion nochmal für ca. 10 Minuten schön kross zu finalisieren.
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In der Zwischenzeit wird der Sud durch ein Sieb gegossen und ggf. das überschüssige Fett abgeschöpft.
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Die Soße noch einmal aufkochen mit etwas Stärkewasser binden.
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Die Keulen aus dem Ofen nehmen, jeweils etwas Soße auf den Tellern verteilen und die Keulen darauf platzieren. Mit Klößen und Rotkraut servieren und die restliche Soße zur Selbstbedienung anbieten.
Nährwertangaben
Portionen 6
Portionsgröße 1
- Menge pro Portion
- Kalorien 585kcal
- % Täglicher Wert*
- Fett insgesamt 32g50%
- Gesättigte Fettsäuren 10.5g53%
- Cholesterin 145mg49%
- Natrium 850mg36%
- Kalium 680mg20%
- Gesamte Kohlenhydrate 12.5g5%
- Ballaststoffe 1.5g6%
- Zucker 6.5g
- Eiweiß 38.5g77%
* * Die täglichen Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Deine täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.
