Es gibt kaum ein sinnlicheres Erlebnis, als das erste Knacken einer noch warmen Brotkruste zu hören, die man mit den eigenen Händen geformt hat. In einer Zeit, in der alles schnell gehen muss, ist das Backen mit Sauerteig ein bewusster Gegenentwurf: Ich gebe dem Teig die Zeit, die er braucht, um Aroma und Bekömmlichkeit zu entwickeln. Doch erst die Wahl des richtigen Mehls macht das Ergebnis perfekt.
Backen mit Herz und Korn:
Das Geheimnis von Sauerteig und Vollkorn
Ich nutze diese Getreidesorten in ganz unterschiedlichen Zusammensetzungen – vom urigen, reinen Roggenbrot über Mischbrote in variierenden Verhältnissen bis hin zu feineren Weizenvollkornlaiben. Speziell bei meinen Brötchen experimentiere ich zudem gerne mit alternativen Rezepten, bei denen ich beispielsweise auf Dinkel- oder nussiges Buchweizenmehl setze, um für noch mehr Abwechslung auf dem Frühstückstisch zu sorgen.
Eine Auswahl von meinen Brotrezepten findest du hier im Blog:
- Roggen-Vollkornbrot aus Sauerteig
- Vollkorn-Mischbrot 50:50 aus Sauerteig
- Vollkorn-Mischbrot 70:30 aus Sauerteig
- Landbrot (3,5-Pfund) mit Anis & Kümmel
Wenn man zu Vollkornmehl greift, entscheidet man sich für das volle Spektrum an Nährstoffen. Dabei spielen meine beiden Favoriten ihre ganz eigenen Stärken aus:
- Roggenvollkornmehl ist der Charakterkopf unter den Mehlen. Es sorgt für eine kräftige, dunkle Farbe und hält das Brot durch sein hohes Wasserbindungsvermögen tagelang saftig. Da es kaum Klebereiweiß (Gluten) besitzt, braucht es zwingend die Säure des Sauerteigs, um backfähig zu werden.
- Weizenvollkornmehl hingegen ist das elastische Rückgrat. Es liefert die nötige Struktur und ein stabiles Klebergerüst, damit das Brot locker aufgehen kann und eine herrlich wattige Krume erhält.
Zusammen bilden sie das perfekte Team für ein Brot, das nicht nur sättigt, sondern unseren Körper mit wertvollen Ballaststoffen und Mineralien versorgt.

