Manchmal sind die improvisiertesten Gerichte die besten! Ende September ruft der Garten oft noch einmal laut, und bei mir waren das vor allem der rotstielige Mangold und die wunderbar scharfe Kapuzinerkresse. Die Blätter der Kresse sind so schön pfeffrig, dass sie die perfekte Würze für eine ansonsten cremige Pasta abgeben.
Wenn der Garten ruft:
Das beste Pasta-Gericht für den Spätsommer.
Der Clou bei diesem Gericht ist die Verwendung aller Mangold-Teile. Die Stiele sind zwar etwas fester, aber fein geschnitten und zusammen mit Zwiebel und Knoblauch im Wok angedünstet, geben sie eine tolle Textur. Nachdem ich das Tomatenmark angeröstet habe (das sorgt immer für Tiefe!), kommen die Mangoldblätter und die Kresse dazu.
Um die nötige Cremigkeit zu erzeugen, verwende ich Ricotta. Er ist leichter als Sahne und gibt eine feine, leicht körnige Textur. Der Ricotta wird zusammen mit etwas Nudelwasser und den Gewürzen (Thymian, Oregano, Rosmarin!) in die Pfanne gegeben. Kurz vor Schluss kommt noch der Pecorino dazu – er schmilzt und gibt den letzten Salz-Kick.
Ein besonderes Highlight ist die Kapuzinerkresse. Ihre Blätter bringen eine Schärfe mit, die durch die Minitomaten und das Chiliöl noch verstärkt wird. Und falls du dich fragst, warum die Limette in den Zutaten steht: Ein kleiner Spritzer am Ende macht das Gericht unglaublich frisch!