Wenn es über den Tag der Magen schon knurrt und es schnell gehen soll, greife ich zu Rezepten, bei denen die meiste Vorarbeit bereits geleistet wurde. In diesem Fall gekochte Kartoffeln vom Vortag.
15-Minuten-Blitz-Gericht:
Matjesfilet mit lauwarmem Kartoffelsalat.
Die gekochten Pellkartoffeln vom Vortag sind hier der Schlüssel – nicht nur, weil sie Zeit sparen, sondern weil sie so fest und ideal für einen Salat sind. Da koche ich übrigens oft etwas mehr, für genau solche Momente. Im Kühlschrank halten die sich ja 2-3 Tage.
Der Trick beim Kartoffelsalat ist die warme Marinade, wie sie in Bayern typisch ist. Die Zwiebelwürfel brate ich kurz in Sonnenblumenöl an, das karamellisiert sie leicht und bringt einen tollen Umami-Geschmack. Diese Zwiebelwürfel püriere ich dann mit Brühe, Essig, etwas Senf und ein wenig der gekochten Kartoffel. So verteilt sich der volle Zwiebelgeschmack homogen in der Marinade und bindet sie leicht.
Die gewürfelte Gewürzgurke und die warme Marinade geben den Kartoffelwürfeln dann die perfekte Würze und Säure.
Während der Salat kurz zieht, widme ich mich der Beilage. Es braucht nicht mehr als einen schnellen, frischen Salat als Begleiter. Ein paar Blätter Feldsalat, etwas Traubenkernöl und der exotisch-süße Mango-Balsamessig sind hier perfekt. Die leichte Säure-Süße-Mischung passt hervorragend zum salzigen Matjes.
Das Auge isst mit, heißt es so schön und deshalb gehören die Garnituren für mich dazu: Die Scheiben Orange und die kleinen Snacktomaten bringen Farbe und die fächerförmig geschnittenen Gurken sind ein einfacher optischer Kniff.
Dieses Gericht ist jetzt nicht das raffinierte Sternemenü, aber es zeigt, dass man mit einem gut sortierten Vorrat und den richtigen Resten (Kartoffeln vom Vortag) ein schnelles Essen zaubert. Mit 436 kcal und viel gesunden Omega-3-Fetten ist das nicht nur ein schneller, sondern auch gesunder Genuss.