Bratkartoffeln sind für mich der Inbegriff eines gelungenen, rustikalen Abendessens. Sie sind einfach, machen satt und man kann sie perfekt mit dem kombinieren, was die Küche gerade hergibt. Heute gab es sie in der klassischen Kombination: mit zarten Champignons und einem Spiegelei.
Deftiges Feierabendglück:
So gelingt der Klassiker mit Pilzen und Ei
Ich habe mir einen kleinen Trick für die Pilze angewöhnt, den ich dir nicht vorenthalten möchte: Anstatt sie nur in Fett anzubraten, dünste ich die gehackte Zwiebel zusammen mit den Champignons kurz an und lösche dann dreimal mit Wasser ab. Jedes Mal, wenn das Wasser verkocht, konzentriert sich das Pilzaroma unglaublich gut. Es braucht etwas Geduld, aber das Ergebnis ist ein intensiver, satter Pilzgeschmack, der nicht wässrig ist. Gewürzt wird nur mit Salz und Pfeffer.
In der Zwischenzeit bekommen die Kartoffelwürfel in einer separaten Pfanne ihren großen Auftritt. Ich verwende hier Kokosöl – das gibt eine tolle Hitze und einen neutralen Crunch.
Sobald die Kartoffeln goldbraun gebraten sind, mit Paprika und Kümmel würzen und kurz vor dem Ende die Lauchzwiebel unterheben. Danach kommen sie zu den aromatischen Pilzen. Zum Abschluss brate ich in der Kartoffelpfanne ohne zusätzliches Fett die Spiegeleier – der Rest des Kokosöls reicht meist völlig aus. Die Lauchzwiebel-Ringe und ein paar rosa Beeren dienen als Garnitur und geben den letzten Farbtupfer.
Dieses Abendbrot ist nicht nur lecker, sondern eine sättigende, deftige Mahlzeit, die den Tag perfekt abrundet.
💡 Mein Tipp für knusprige Bratkartoffeln:
Ich verwende dafür immer schon am Vortag gekochte Kartoffeln, die dann gut durchgekühlt sind. Nur so bekommen sie die perfekte Textur und werden beim Braten richtig knusprig und nicht matschig!
Der Vorteil von am Vortag gekochten und durchgekühlten Kartoffeln für die Verträglichkeit und Gesundheit ist immens.
- Wasserverlust:
Beim Abkühlen verliert die Kartoffel an Oberfläche Feuchtigkeit, was sie trockener macht. Trockene Kartoffeln bräunen in der Pfanne viel besser und schneller.
- Resistente Stärke:
Der wichtigste Punkt ist die sogenannte Stärke-Retrogradation. Beim Abkühlen kristallisiert die verkleisterte Stärke in der Kartoffel neu.
- Niedrigerer glykämischer Index (GI):
Die umgewandelte Stärke wird im Dünndarm nicht mehr so schnell und vollständig in Glukose umgewandelt. Das führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer und flacher ansteigt. Dies ist verträglicher und vorteilhaft, besonders für Diabetiker oder zur Blutzuckerkontrolle.
- Verbesserte Darmgesundheit:
Resistente Stärke wirkt wie Ballaststoff. Sie wandert unverdaut in den Dickdarm. Dort dient sie den guten Darmbakterien (Darmflora) als Nahrung.
- Förderung der Sättigung:
Da die Stärke langsamer verdaut wird, hält die Mahlzeit länger satt.